Afro Light Festival 2026

Afro Light Festival

Anfang Juli 2026 lädt die Urban-Arts-Sparte erneut dazu ein, beim Afro Light Festival die Vielfalt der Afrokultur zu entdecken, mitzuerleben und aktiv mitzugestalten – mitten in der Stadt und im Theater! Lokale wie internationale Künstler:innen erhalten eine Bühne für Afro-Musik, Tanz und Performances bei einem bunten und vielfältigen Stadtfest.

Das Festival wird eröffnet mit der Outdoor-Tanzperformance Blockparty am Freitag, dem 3. Juli, im Container-Dorf. Am Samstag lädt Afro Light zum Feiern und Mitmachen ein: In Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek und VHS Oberhausen gibt es am Vormittag Bilderbuchkino und Tanzworkshops. Nachmittags steigt ein großes Stadtfest auf dem Saporischschja-Platz mit Konzerten, Tanzshows und African Food, Afro Hip Hop Battle und Kinderprogramm mit Schminken und Basteln. Am Sonntag lädt die Urban-Arts-Sparte drei urbane Tanz-Performances aus NRW zu einer Afro Light Edition des neuen Gastspiel-Formats Urban Stage ein.

Das ganze Programm

Fr, 3/7/2026 
19:30 Uhr | Container-Dorf | 7/17 €
Blockparty
Sa, 4/7/2026 | Familienprogramm beim Afro Light Festival
10-10:45 Uhr | Bert-Brecht-Haus, Kinderbibliothek
Bilderbuchkino mit Bastelaktion

Lesung für 4–6-jährige, Bert-Brecht-Haus, Kinderbibliothek, Teilnahme kostenlos, Anmeldung nötig: 0208 825-2942, vhs@oberhausen.de, Kurs-Nr. BE0069D

Workshops: Tanzen zu Afrobeats
11-12 Uhr | Bert-Brecht-Haus, Raum 601
Familientanzworkshop

Für Familien mit Kindern zw. 4 & 6, Kurs-Nr.: BE0063D

12:30–13:30 Uhr | Bert-Brecht-Haus, Raum 601
Tanzworkshop für Erwachsene und Senioren

Kurs-Nr.: BE0067D , Anmeldung nötig: 0208 825-2385, vhs@oberhausen.de, Bert-Brecht-Haus, Raum 601, Teilnahme kostenlos

15-22 Uhr | Saporischschja-Platz
Afro Light Straßenfest mit Konzerten, Workshops, Battle und Streetfood

Ein großes, buntes Stadtfest mit Live-Konzerten mit u.a. der Lucky Star Band, Goonman, und dem Studio 47, Tanz- und Akrobatikshows von Afrobatik und dem Dance Ground-Dancestudio, einem 2 vs. 2 Afro Hip Hop Battle, kostenlosen Workshops und vielfältigem Streetfood.

Ergänzt wird das Programm durch Kinderstationen mit Angebote wie Haare flechten, Schminken und Basteln – perfekt für die ganze Familie.

So, 5/7/2026
18 Uhr | Studio | 15€/7€
Urban Stage

Den Abschluss bildet die Urban Stage – Afro Light Edition im Studio des Theaters Oberhausen. An diesem Abend präsentieren die urbanen Choreograph:innen Willie Stark, Solomon Quaynoo und Franky Dee aus NRW drei eigenständige Stücke, die aus unterschiedlichen Perspektiven die Vielfalt und Ausdruckskraft urbaner Tanzkultur mit afrokulturellem Hintergrund erlebbar machen.

MUSTERKANAKEN (Arbeit ohne Anerkennung) von Franky Dee 

Eröffnet wird der Abend mit dem Stück MUSTERKANAKEN (Arbeit ohne Anerkennung) von Franky Dee aus Krefeld. Der Choreograph gehört zu den wichtigsten Vertretern der deutschen Hip-Hop-Tanzszene und ist international als Tänzer bekannt. In seiner jüngsten Arbeit setzt er sich mit vier weiteren urbanen Tänzern mit der Rolle des Immigranten auseinander. Er blickt auf die vielen Arbeitsbereiche, die hier in Deutschland von Menschen unterschiedlicher Herkunft abgedeckt werden und stellt sich die Frage, wo die Anerkennung dieser Arbeit und ihres Einsatzes bleibt. Eine provokative Auseinandersetzung mit der Frage: Was ist eigentlich ein perfekter Immigrant? Was ist ein Musterkanake? Aus Kraft und Authentizität des urbanen Tanzes wird eine Antwort gesucht.

Künstlerische Leitung, Choreographie, Tanz: Franklin Dickson „Franky Dee“ 
Tanz: Can Redlich „Chico“, Luca Ibere Nascimento Schürhoff „Ibere“, Dzianis Albau „Albov“, Khaled Chaabi „KC ONE“, Christian Zacharas „Robozee“
Dauer: ca. 25 min.

Le monde nous regarde – Practice unfolding von Willie Stark

Das zweite Stück Le monde nous regarde – Practice unfolding von der Compagnie Stark aus Köln ist eine von Willie Stark inszenierte und choreographierte Arbeit, die sich mit der physischen Auseinandersetzung des Widerstands gegen Auslöschung, des Zum-Schweigen-Bringens und der Kontrolle beschäftigt. Die Dringlichkeit der Sichtbarkeit wird in Choreografie übersetzt; das Stück wird zu einem Akt der Erinnerung und einer Mahnung daran, dass sozialer Wandel im Körper, in der Bewegung und in Beziehungen beginnt. Angesichts des heutigen sozialen und politischen Klimas fragt das Werk, wie wir als Individuen und Gemeinschaften reagieren, wenn Systeme uns nicht schützen können und sich die Geschichte der Unterdrückung in neuen Formen wiederholt. Tanz wird als Spiegel verstanden, der die fortwährende Notwendigkeit von Solidarität, Empathie und radikaler Fürsorge sichtbar macht. Im Rahmen der Urban Stages wird nur ein Ausschnitt aus diesem Stück gezeigt, der Einblick in die erste Phase des Entstehungsprozesses gewährt und einen Vorgeschmack auf die vollständige Arbeit gibt, die bald Premiere feiern wird.

Willie Stark | Foto: Paula Schür

Künstlerische Leitung, Choreografie, Tanz: Willie Stark / Compagnie Stark Choreografischer Input
Tanz: Laura Schönlau 
Künstlerische Beratung: Khadidiatou Bangoura 
Musikkomposition: Fallon Mayanja 
Bild- und Videomaterial: Paula Schür 
Kostüm: Kora Hamm mit Willie Stark 
Dauer: ca. 25 Minuten

Black Style – Fäden der Erinnerung: Getanzte Identität von Solomon Quaynoo

Auch für die dritte und letzte Performance lädt die Urban Stage mit Black Style – Fäden der Erinnerung: Getanzte Identität einen renommierten urbanen Choreographen und Tänzer ein. Solomon Quaynoo gehört seit Jahrzehnten zur Krump-Tanzszene Deutschlands und ist international als Tänzer, Choreograph und Dozent tätig. Sein Solo Black Styleentstand in der Kulturregion Münsterland – eine Region, die durch die Textilindustrie und ihre Verbindungen zu Migration, globalen Märkten und kolonialen Strukturen geprägt ist. Black Style verbindet diese regionale Textilgeschichte mit postkolonialen Perspektiven. Im Fokus steht Mode als sozialer und politischer Ausdruck: Kleidung wird zum Zeichen von Selbstbehauptung, Widerstand und Transformation.

Solomon Quaynoo

Der Tänzer Solomon Quaynoo bringt mit der urbanen Tanzform Krumping eine kraftvolle, emotionale Bewegungssprache auf die Bühne. Gemeinsam mit Brooklyn Odunsi Ifeacho (Kostüme) entsteht eine Performance, in der Tanz, Kleidung und Sound zu einem intensiven Gesamterlebnis verschmelzen. DJ Claas Sandbothe (DJ Spoonmann) schafft mit dichten Klanglandschaften den emotionalen Puls der Performance. Es entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen regionaler Erinnerung und globaler Erfahrung. 

Künstlerische Leitung, Choreographie, Tanz: Solomon Quaynoo
Sounddesign: Claas Sandbothe
Soundcollage: DJ Spoonmann
Kostüme: Brooklyn Odunsi Ifeacho
Lichtdesign/Technik: Martin Wiegner
Dramaturgie/Konzept: Joachim Goldschmidt
Uraufführung: 7. November 2025, 20:00 Uhr, Textilwerk Bocholt – im Rahmen der Ausstellung behind the beauty
Dauer: 30 min.