Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte

Motte hat von der eigenen Mutter gelernt:
- Männer trinken Schnaps?
Dann machen Männer Ärger. - Männer trinken Bier?
Dann machen Männer keinen Ärger.

Die Mutter von Motte weiß das deswegen:
Der Vater von Motte trinkt auch Alkohol.
Genau wie der Opa von Motte. Und alle anderen Männer in der Familie von Motte.

Irgendwann ist es so:
Der Vater von Motte geht nicht mehr nüchtern zur Arbeit.
Nüchtern bedeutet:
Ein Mensch hat keinen Alkohol getrunken.
Der Vater von Motte verliert den Arbeits-Platz.
Weil der Vater von Motte betrunken auf der Arbeit war.

Die Familie von Motte schämt sich.
Weil der Vater von Motte keine Arbeit mehr hat.
Die Familie hat deswegen immer weniger Geld.
Und bekommt große Probleme.

Motte ist jetzt älter.
Und hat einen Partner.

Motte trinkt jetzt auch Alkohol.
Zusammen mit dem Partner.

Motte trinkt immer mehr Alkohol.
Das führt dazu:
Motte verliert fast alles im Leben.

Der Vater von Motte wird sehr krank.
Und wird nie wieder gesund.
Motte muss sich von dem Vater verabschieden. Das fällt Motte schwer.

Die Kindheit von Motte war nicht einfach.
Weil der Vater von Motte Alkohol getrunken hat.
Trotzdem hat Motte den Vater geliebt.

Motte hört damit auf:
Motte trinkt keinen Alkohol mehr.
für Motte ist das ein doppelter Abschied.
Denn Motte verabschiedet sich von
- dem eigenen Vater
und
- dem Alkohol.

Der Buch zu dem Stück ist von Lena Schätte.
Im Buch geht es um eine Frau und den Vater von der Frau.
Die Frau erinnert sich an viele Dinge
aus dem eigenen Leben.

Diese Erinnerungen sind oft durcheinander oder schwierig.

Der Grund ist:
Die Beziehung zwischen Vater und Tochter ist nicht einfach
Die Geschichte zeigt:
Beziehung zwischen Vater und Tochter ist sehr besonders.
Das Buch berührt die Menschen beim Lesen.

Das Theater-Stück ist von Katharina Bill.
Bill arbeitet als
- Regisseurin
Ein Regisseur leitet ein Theater-Stück.
Oder einen Film.
und

- Performerin.
Ein Performer macht bei Theater-Stücken
oder anderen Auftritten mit.

Bill kennt sich sehr gut aus mit den Menschen:
Die Menschen sind keine Profis auf der Bühne.

Bill arbeitet gern mit den Menschen:
Die Menschen sind keine Profis.
Deswegen ist es so:
In dem Theater-Stück stehen Menschen aus Oberhausen
und der Umgebung auf der Bühne.

Diese Menschen erzählen die Geschichte von
- Motte
- der Familie von Motte
und
- der Alkohol-Sucht.
Team
Regie: Katharina Bill
Bühne und Kostüme: Konstanze Grotkopp
Musik: Jakob Jokisch
Dramaturgie: Saskia Zinsser-Krys
Stadtdramaturgie: Viktoria Lewowsky

Die Übersetzung und Prüfung vom Text in Leichte Sprache ist von:
Büro für Leichte Sprache an Rhein und Ruhr
bei „Leben im Pott“,
Lebenshilfe Oberhausen e.V.
Büro für Leichte Sprache – Lebenshilfe Oberhausen gGmbH
leichte-sprache@lebenshilfe-oberhausen.de
Die Bilder sind von:
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V., Stefan Albers, Atelier Fleetinsel

Männliche und weibliche Schreib-Weise sind im Text gleich.
Alle sind mit einer Schreib-Weise gemeint.