Das Schwarz an den Händen meines Vaters von Lena Schätte

Das Schwarz an den Händen meines Vatersvon Lena Schätte

in einer Fassung von Katharina Bill
Premiere 07.11.26
 
Schauspiel
Studio
Uraufführung
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Männer, die Schnaps trinken, bringen Ärger – und Männer, die Bier trinken, sind harmlos. Das hat Motte von ihrer Mutter gelernt, und die muss es wissen. Denn auch Mottes Vater trinkt. So wie auch schon der Großvater vor ihm und eigentlich alle Männer in Mottes Familie. Als der Vater irgendwann nicht mehr nüchtern zur Arbeit erscheinen kann, wird er erst intern versetzt und verliert schließlich seinen Arbeitsplatz. Gefangen in einer Schamspirale rutscht die Familie immer mehr in den sozialen Abstieg. Als Kind nippt Motte beim Schützenfest und Familienfeiern heimlich an den Alkoholresten, bis ihr wohlig warm wird – später trinkt sie gemeinsam mit ihrem Partner. Das ist vertraut, die Rolle der (Co-)Abhängigen ist längst in sie eingeschrieben. Sie trinkt immer mehr, schafft es manchmal nicht mehr in die eigene Wohnung, weil der Schlüssel nicht ins Schloss passen will, und schläft im Hausflur. Sie stürzt immer weiter ab, verliert fast alles. Als ihr Vater unheilbar erkrankt, kommt es für Motte zum doppelten Abschiedsprozess – einmal von diesem Mann, der ihr Leben so schwer gemacht hat und den sie dennoch liebt, und einmal vom Alkohol. Statt passiv mit dem Leben zu hadern und die Schuld auf ihre Vorväter abzuladen, übernimmt sie die Verantwortung für sich selbst und kämpft sich Stück für Stück aus der Sucht heraus. Unterstützung findet sie vor allem in ihrem Bruder, an dem der Kelch der Alkoholkrankheit vorüber ging.

Nach ihrem Debüt Ruhrpottliebe legt Lena Schätte nun mit Das Schwarz an den Händen meines Vaters ihren zweiten Roman vor. In brüchigen Erinnerungssplittern setzt sich das berührende Bild einer komplexen Vater-Tochter-Beziehung zusammen. Schonungslos und mit nüchterner Sprache wird die Geschichte einer Arbeiterfamilie erzählt, die der Alkohol nach und nach kaputt macht – und die sich dennoch Liebe und Geborgenheit spendet. Katharina Bill ist Regisseurin, Performerin und Expertin für die Arbeit mit nicht-professionellen Darsteller:innen. In ihrer Inszenierung erzählen Menschen aus Oberhausen und Umgebung die Geschichte von Motte und ihrer Familie und widmen sich dem omnipräsenten und doch meist totgeschwiegenem Thema der Alkoholsucht. Die Uraufführung von Das Schwarz an den Händen meines Vaters ist nach Lügen über meine Mutter die zweite Inszenierung von Katharina Bill und ihrem Team am Theater Oberhausen.

Protagonist:innen gesucht!

Wir suchen nichtprofessionelle Darsteller:innen aus dem Ruhrgebiet und Umgebung

Für die Produktion Das Schwarz an den Händen meines Vaters nach dem Roman von Lena Schätte werden nichtprofessionelle Darsteller:innen ab 16 Jahre gesucht, die Lust haben, gemeinsam mit Katharina Bill und ihrem Team in diesen besonderen Roman einzutauchen und sich mit dem Thema Alkoholgenuss und -Missbrauch in unserer Gesellschaft zu beschäftigen.

Infoveranstaltung

Kommt gerne am 11. Juni, 18 Uhr ins Studio. Dort könnt Ihr die Regisseurin und das Team kennenlernen und Eure Fragen stellen.

Auswahlworkshop

Am 20. und 21 Juni, findet ein Auswahlworkshop für alle Interessierten,
die gerne mitwirken möchten, statt. Wir bitten um eine Anmeldung und
freuen uns sehr auf Euch! Zur Anmeldung für die Infoveranstaltung bzw. den Auswahlworkshop und für weitere Fragen meldet Euch bei Viktoria Lewowsky unter lewowsky@theater-oberhausen.de.

Probezeiten

Kennenlernwochenende: 3/7/2026 bis 5/7/2026
Hauptprobenzeit: 9/9/2026 bis 7/11/2026

Premiere am 7/11/2026

Team

Regie
Bühne und Kostüme
Musik
Dramaturgie
Stadtdramaturgie