Ein neues Stück von Noëlle Haeseling und Leo Meier Auftragswerk von Noëlle Haeseling und Leo Meier
Ein neues Stück von Noëlle Haeseling und Leo MeierAuftragswerk von Noëlle Haeseling und Leo Meier
Wenn die Welt zugrunde geht, ist es vielleicht am besten, sich einfach totzulachen.
Vielleicht ist diese Maßnahme jedoch ein wenig übertrieben und es ist ausreichend, bei kriselnd-eruptiver Weltlage einfach den Humor nicht zu vergessen. Bewusst schmeißen sich Teilnehmer:innen der „No Kings“- Proteste in den USA in Kostüme, fluten die Highways als T-Rex, Godzilla oder Lady Liberty. Einerseits ist dies eine Taktik, um den von rechts unterstellten Extremismus zu unterlaufen, andererseits ein Ausdruck von friedlicher Wehrhaftigkeit, die einer ausgewachsenen Demokratiekrise auch mit Humor begegnet.
Noëlle Haeseling und Leo Meier dient der Humor stets als Vehikel: Meier setzte sich zuletzt mit dem Thema Verlust auseinander, indem er über den verlorenen Bagger eines Kindergartenkindes schrieb. Haeseling hat mit ihrer Uraufführung von FANFAREN! am Theater Oberhausen unter dem Deckmantel ihres „royalen Lustspiels“ Abhängigkeitsverhältnisse und Machtmissbrauch aufs Tapet gebracht. Als Duo haben beide bereits mit Ich, Akira die Radikalisierung von Attila Hildmann vom veganen Starkoch zum Reichsbürger erforscht – allerdings aus der Perspektive seines Hundes.
Für einen Stückauftrag des Theaters Oberhausen schließen sich Haeseling und Meier nach fünf Jahren Pause erneut zusammen. Unter der Spielzeitüberschrift NO KINGS erproben sie den Widerstand und widmen sich mit Lust den großen und kleinen Absurditäten unserer menschlichen Zivilisation.
Magdalena Schönfeld konnte im Team mit Ausstattungsleiterin Franziska Isensee bereits mehrfach das Oberhausener Publikum begeistern. Sei es die bunte Zauberwelt von Oz oder Disneyprinzessinnen an der Pommesbude (No Shame in Hope) – ihre Handschrift ist geprägt von einer popkulturellen Lesart und macht sie zur perfekten Ergänzung für eine Uraufführung von Noëlle Haeseling und Leo Meier.