The King Has Left the Building Liederabend mit dem gesamten Ensemble
Eine Spieluhr der Menschheit erklingt – im Kollektiv ertönt eine Ode der Untergebenen an ihren Regenten. Doch es folgt ein Ruck in der Feinmechanik, und eine Leerstelle bildet sich: Der König hat das Gebäude verlassen, das Kollektiv ist auf sich selbst gestellt. Nach und nach transformieren sich die Figuren zu individuellen Körpern. Eine Epoche der Selbstbestimmung wird eingeläutet – die Herrschaft des Volkes. Ein
nächster Ruck im Getriebe der Spieluhr: Aus der Freiheit des Einzelnen entwickelt sich das Gesetz des Stärkeren. Verteilungskämpfe, Egoismus und Einzelinteressen reiben sich gegeneinander auf und münden in eine Gewaltspirale. Ein letzter Ruck – und die Figuren der Spieluhr drehen sich in ein Zeitalter der Utopie: ein Zeitalter des harmonischen Zusammenspiels, der Gleichheit und Empathie. Doch Anfang und Ende einer Spieluhr liegen am selben Punkt. Was geschieht beim nächsten Ruck? Beginnt
alles von vorn? Oder können wir den Mechanismus verändern?
Musik und Gesang sind urmenschliche Phänomene. Sie sind verbunden mit Kollektivierung und Identitätsbildung. Ob zu Hofe oder auf Barrikaden und Demonstrationen – es erklingen Klänge der Macht und des Widerstands, Hymnen der Vereinigung und der Hoffnung. Nach Gute Hoffnung und Herzland folgt mit The King has left the Building der dritte Liederabend in einer Inszenierung von Kathrin Mädler. Zur Eröffnung der Spielzeit mit der Überschrift NO KINGS erkundet das gesamte Schauspiel- und Urban-Arts-Ensemble musikalisch und tänzerisch das Menschsein in den verschiedenen Gesellschafts- und Herrschaftssystemen. In einer atmosphärischen Bühnenwelt von Ausstattungsleiterin Franziska Isensee geht das Kollektiv auf die Suche nach dem König und fragt sich, was geschieht, wenn er gefallen ist.
Team
Besetzung
BAND Marc-Rainer Kamp, Thilo Henn, Leo Richards



















