Kathrin Mädler

Intendantin

Foto: Lukas Diller

Kathrin Mädler, geboren in Osnabrück studierte Dramaturgie, Theaterwissenschaft und Komparatistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Bayerischen Theaterakademie August Everding, sowie in Cincinnati, Ohio. Sie war Regieassistentin am Staatstheater Karlsruhe und am Burgtheater Wien. Im Anschluss an das Dramaturgie-Diplom 2002 folgten ein einjähriger Forschungsaufenthalt an der University of California Irvine und die Promotion mit der Dissertation Broken Men. Sentimentale Melodramen der Männlichkeit (Schüren, 2008).

2015 absolvierte sie das Weiterbildungsprogramm Theater- und Musikmanagement an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Lehraufträge führten sie an die LMU, die Universität Erlangen-Nürnberg sowie die Westfälische Wilhelms-Universität Münster.

Von 2005 bis 2012 war Kathrin Mädler Schauspieldramaturgin und Regisseurin am Staatstheater Nürnberg. Sie inszenierte dort unter anderem Peter Weiss‘ Die Ermittlung auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, Penthesilea nach Heinrich von Kleist und die Uraufführung von Lukas Hammersteins Damals wurde es irgendwie heller. 2012 bis 2016 war sie als leitende Schauspieldramaturgin und Regisseurin am Theater Münster tätig, sie inszenierte dort unter anderem Rolf Hochhuths Der Stellvertreter.

2016 bis 2022 war Kathrin Mädler Intendantin des Landestheaters Schwaben, dort inszenierte sie unter anderem die Uraufführung Nebel im August von John von Düffel, die Uraufführung von Christoph Nußbaumeders Margarete Maultasch (nominiert für den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“), die Deutschsprachige Erstaufführung von Noah Haidles Ada und ihre Töchter sowie die Deutsche Erstaufführung der Romanadaption Der Reisende von Ulrich Alexander Boschwitz.

Seit 2022 ist Kathrin Mädler Intendantin des Theaters Oberhausen. Mit der Uraufführung von Noah Haidles Kissyface eröffnete sie ihre Intendanz. Weitere Inszenierungen waren die Uraufführung von John von Düffels Die Wahrheit über Leni Riefenstahl (inszeniert von ihr selbst), die deutschsprachige Erstaufführung von Zeit für Freude von Arne Lygre und Bruder Eichmann/Geschwister Eichmann (UA) von Heimar Kipphardt/Lukas Hammerstein. In der Spielzeit 2025/26 inszeniert sie Menschliches Repertoire von Noah Haidle, ein Auftragswerk des Theaters Oberhausen zur Eröffnung der neuen Raumbühne im Großen Haus, und die Deutschsprachige Erstaufführung von Brokeback Mountain.

Als Gastregisseurin inszenierte sie unter anderem am Stadttheater Ingolstadt und am Theater Trier, sowie am Staatstheater Mainz, dem Theater Lübeck und am Nationaltheater Sofia.

Kathrin Mädler ist seit 2019 Co-Vorsitzende der Intendant:innengruppe im Deutschen Bühnenverein, dem Bundesverband der Theater und Orchester, und Mitglied des Präsidiums. Im Oktober 2025 wurde sie zur Vizepräsidentin des Verbands gewählt.